Über uns

Die Wald-Säge Fuchstal eG ermöglicht den Einstieg der Waldbesitzer in die Wertschöpfungskette Holz. Durch die Investition in den wohl bedeutendsten nachwachsenden Rohstoff Süddeutschlands ist eine Mitgliedschaft auch über Waldbesitzer hinaus eine interessante Anlageform.

Die Beteiligung und Kooperation mit den Holzwerken Pröbstl soll weiter ausgebaut werden. Auch eine Beteiligung an weiteren Betrieben und Gesellschaften ist geplant.

Mit dieser Zielsetzung wurde die Wald-Säge Fuchstal eG am 09. März 2006 in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft gegründet.

Bei der Interessenvertretung der Waldbesitzer haben die Forstbetriebsgemeinschaften (FBGs) bzw. Waldbesitzervereinigungen (WBVs) eine tragende Rolle inne.

Die 22 an der Wald-Säge Fuchstal eG teilhabenden FBGs/WBVs bündeln und vertreten ca. 25.000 Waldbesitzer.

Die Situation

Die Erlössituation im mitteleuropäischen Forstbereich ist seit nahezu 40 Jahren unverändert. Neben dem oftmals in großen Einheiten vorhandenen und professionell bewirtschafteten öffentlichen Wald gibt es noch den Bereich des Privatwaldes aufgegliedert in Groß- und Kleinprivatwald. Der Großprivatwald wird meistens ebenfalls professionell bewirtschaftet. Der Kleinprivatwald, oftmals bäuerlicher Waldbesitz, ist seit Jahren im Fokus der Holzwirtschaft. Hier stehen die höchsten Holzvorräte überhaupt und der Anteil des Kleinprivatwaldes beläuft sich deutschlandweit auf ein gutes Drittel. Die Holznutzung liegt jedoch weit unter dem Zuwachs, was ungenutztes Rohstoffpotenzial eines hochwertigen nachwachsenden Rohstoffes bedeutet.

Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Die Bewirtschaftung erfolgt oft in Eigenleistung ohne eigenes Fachpersonal. In der Regel liegt für diese Kleinbetriebe keine forstliche Planung vor. Durch Realteilung im Erbfall wurden und werden die Grundstücksgrössen immer kleinparzellierter, die eine wirtschaftliche Nutzung sehr erschweren. Die genutzten Holzmengen können durch die geringe Partiegröße nur unter Inkaufnahme massiver Preisabschläge wegen erhöhtem Distributionsaufwand abgesetzt werden. Dies wird durch eine rasante Konzentration in der verarbeitenden Holzindustrie verschärft. Einzelne Waldbesitzer und auch einzelne Waldbesitzervereinigungen / Forstbetriebsvereinigungen verlieren immer mehr an Bedeutung im Holzmarkt. Ca. 12 international ausgerichtete Betriebe verarbeiten knapp 90% der bundesweiten Gesamtproduktion. Eine weitere Monopolisierung durch einen weiteren Rückgang der wichtigen mittelständischen Betriebe ist zu befürchten. Die Folge werden Preisvorgaben und einseitige Marktbeeinflussung sein. Der Waldbesitzer wird zum stehenden Warenlager der Industrie und von der Wertschöpfung ausgeschlossen.

Dieser Situation und Entwicklung können nur durch professionelle Kooperation und Bündelung der Kräfte verbunden mit einem klaren Bekenntnis zum regionalen Mittelstand begegnet werden.

Die Geschäftsidee

Folgende Punkte bilden die Grundlage für die Geschäftstätigkeit:

  1. Erhalt der Regionalen mittelständischen Holzindustrie, dadurch
  2. nachhaltige werterhaltende Absatzsicherheit für Rundholz
  3. Einstieg der Rohstoffproduzenten in die Wertschöpfungskette
  4. Bündelung von Kapital zur Investition in zukunftsfähige Projekte der Holzverarbeitung
  5. Aus zahlreichen Kleininvestitionen gezielt Großinvestitionen generieren. Dadurch verteilt sich Risiko auf breitere Basis.
  6. Interessante und durchschaubare Investitionsmöglichkeit nicht nur für Waldbesitzer in den Zukunftsrohstoff Holz
  7. Alternative Geldanlage mit regionalem Bezug

Es ergeben sich für alle Beteiligten win-win Situationen:

Waldbesitzer:

  • Nachhaltige Absatzsicherheit
  • Beteiligung an der Wertschöpfungskette stärkt eigene Position
  • Interessante Verzinsung des eingesetzten Kapitals

Holzindustrie:

  • verbesserter Zugang zum Rohstoff
  • stärkere Wettbewerbsfähigkeit durch stabilere Liquiditätsausstattung
  • Zukunftsfähigkeit durch Investitionen

Investoren:

  • zukunftsreiche Investition in regionale nachwachsende Rohstoffe
  • Interessante Verzinsung
  • flexible Handhabung der Geschäftsbeteiligung durch einfachen Beitritt, Kündigung und Übertragung an Dritte (z.B. Partner od. Kinder)

Entwicklung:

Nach ersten Prüfungen der Idee durch und mit dem Genossenschaftsverband Bayern wurde am 09. März 2006 die Genossenschaft Wald-Säge Fuchstal eG gegründet. Die 52 Gründungsmitglieder zeichneten 131 Geschäftsanteile, was einem Geschäftsguthaben von 32.750 EUR entspricht. Die weitere Entwicklung verlief über 330 Mitglieder zum 31.12.2006, 652 Mitglieder zum 31.12.2007, 692 Mitglieder zum 31.12.2008 auf aktuell knapp 800 Mitglieder. Das gezeichnete Geschäftsguthaben beläuft sich auf derzeit knapp 1.000.000 EUR. Entsprechend des Mitgliederzugangs konnte das Investitionsvolumen weiter ausgebaut werden.

Ziele

  • Eigenkapital von mindestens 3 Millionen Euro.
  • Dauerhafte Dividendenausschüttung
  • Werterhalt und Wertschöpfung für den heimischen Rohstoff Holz
  • Regionale Investitionmöglichkeit für Rohstoffproduzenten und Investoren in die Veredelung des nachwachsenden Rohstoffes Holz.
  • gezielte Firmeninvestitionen in zukunftsfähige Betriebe
  • Stärkung regionaler Holzindustrie zur Stabilisierung des Rohholzmarktes

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Vorstand

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